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Metalle sind an einer Dacheindeckung oder Dacheindichtung nicht wegzudenken. Kunst- und Verbundwerkstoffe haben für die typischen Anwendungsbereiche nicht ansatzweise so einen hohen Marktanteil wie die des Metalls.
Wohl jeder kennt eine Dachrinne. Diese werden vorwiegend aus Metall, genauer aus Zink, Kupfer oder Aluminium, gefertigt. Vorwiegend dient Zink hier als klassischer Werkstoff, denn es lässt sich gut formen und verbinden. In den letzten Jahrzehnten wurde jedoch immer öfter Aluminium eingesetzt, da es in einer nahezu unbegrenzten farblichen Vielfalt geliefert werden kann.
Im Hochpreissegment wird Kupfer als Grundstoff verwendet. Allerdings sinkt der Marktanteil diesen Metalls, da Bauteile aus Kupfer immer wieder gestohlen werden. Stattdessen wird vermehrt Aluminium oder Kunststoff in einer kupferähnlichen Farbe verwendet. Edelstahldachrinnen sind ein eher selten verwendetes Nischenprodukt.

Auch für An- und Abschlüsse am Dach werden Metall Abkantungen eingesetzt. Bei profilierten Dachziegeln kommt hier auch Blei zum Einsatz. Dieser bietet den Vorteil, dass es passgenau an die Konturen des Deckwerkstoffs angepasst werden kann.
Mauer- und Gesimsabdeckungen werden aus ähnlichen Materialien wie die Dachrinnen hergestellt. Weiterhin gibt es noch Mauerabdeckungen aus 2-4 mm starken Aluminium, welche selbsttragend montiert werden.

 

Ganze Dacheindeckungen aus Metall

Aber auch ganze Dächer werden aus Metall gedeckt. Der Klassiker hier ist das Zinkstehfalzdach, welches aus Zinkscharen hergestellt wird. Stehfalzdächer aus Aluminium oder Kupfer sind ebenfalls relativ verbreitet. Bei diesen aus Aluminium kann aus einer Vielzahl an Farben gewählt werden.
Auch Gleitfalzprofile bis zu 30 m Länge werden aus Aluminium hergestellt, mit welchen man innerhalb von nur 2 Tagen das (bereits eingelattete) Dach einen Supermarktes eindecken kann.
Ein rollengeschweißtes Edelstahldach ist zwar preisintensiv, doch es zählt zusätzlich als Dichtung und kann gefällelos verlegt werden.

Erschwinglicher hingegen sind Dacheindeckungen aus Tafeln, welche aus Aluminium oder verzinktem Stahl bestehen. Diese haben jedoch den Nachteil, dass sie direkt befestigt werden.
Auch Dacheinbauteile wie Schneefanggitter, Laufanlagen und das entsprechende Zubehör werden aus Metall hergestellt. Hier wird vorwiegend verzinkter Stahl verwendet, doch es gibt auch Alternativen aus farbbeschichtetem Aluminium.

 

Grundsätzlich gilt es zwei Herausforderungen bei dem Werkstoff Metall zu beachten:

Zum Einen ist es die elektrolytische Spannungsreihe. Wenn verschiedene Metalle miteinander verarbeitet werden, zerstört das edlere Metall das unedlere. So ist nahezu jedem am Bau Tätigen bekannt, dass man Kupfer und Zink nicht kombinieren kann.

Die weitere, und aus meiner Sicht größere Herausforderung, ist die Wärmedehnung von Metall. So dehnt sich ein Bauteil aus Zink von 5 m Länge bei einer Temperaturdifferenz von nur 20 K um 0,6 mm. Die am Bauwerk anfallenden Temperaturdifferenzen betragen jedoch bis zu 120 K!
Diese immensen Dehnungen aufzunehmen, ohne dass das Metall reißt oder staucht, ist die größte Schwierigkeit bei der Anwendung von Metallsystemen. Bei Dachrinnen ist mindestens nach 15 m Länge ein Dehnungsausgleich anzuordnen. Bei Flächeneindeckungen müssen Falze oder die einfache Überdeckung die Dehnung aufnehmen können.

Wenn man mit diesen Herausforderungen umgehen kann, kann aus Metall ein langlebiges Dach eingedeckt werden.

Köhler Bedachungen bietet insbesondere Systeme aus Zink oder Aluminium an.

 

Frohburg, März 2020

Hans-Jörg Köhler