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Die Winterzeit bringt schon jetzt in manch einer ländlichen Region eine malerische Schneedecke mit sich, die unser Zuhause in ein Winterwunderland verwandelt.
Doch so bezaubernd die scheinbar zarte und weiße Schneedecke auch sein mag, bringt sie vielerlei und noch immer unterschätzte Risikofaktoren mit sich. So kann Schnee und Eis sowohl selbst zur Gefahr werden, wenn er von den Höhen der Dächer rutscht, als auch die physikalischen Eigenschaften von sämtlichen Materialien beeinträchtigen und folglich erhebliche Schäden an Gebäuden, Dächern & Co. verursachen.
Die sinnvollste und effektive Art, sich und sein Eigentum vor Schäden zu schützen, ist die Entfernung der winterlichen Schneedecke, bevor sie überhaupt eine gewisse Dicke und damit entstehende Schwere erreicht.
Bei Steildächern ist dies häufig weniger von Nöten, da sich der Schnee aufgrund der Steigung nur wenig bis kaum sammeln und zu einer dicken Schneedecke aufbäumen kann. Doch welche Lösungen bieten sich bei anderen Dacharten, welche die perfekte Liegefläche für Schnee und einer tonnenschweren Last bietet?!
Da sich bei eisigen Verhältnissen wohl kaum jemand auf das eigene Dach begeben und sich einem gefährlichem Risiko aussetzen möchte, gibt es – bislang zwar noch nicht sehr verbreitet – so genannte Schneeschmelze-Anlagen oder auch Dachflächenheizungen, welche hier eine dienliche Abhilfe sein können.
Wie diese installiert werden, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen und welche Vor- als auch Nachteile Schneeschmelze-Anlagen und Dachflächenheizungen schließlich mit sich bringen, haben wir Ihnen im folgenden Artikel zusammengetragen:

 

Voraussetzungen für eine Schneeschmelze-Anlage

Schneeschmelze-Anlagen und Dachflächenheizungen sind wie auch die allseits bekannten Bodenheizungen dafür konzipiert, Schnee und Eis von Dachflächen effizient zu entfernen. Ihr Hauptzweck besteht in erster Linie darin, das Gewicht des Schnees zu reduzieren und eine Eisbildung zu verhindern, um mögliche Schäden am Dach und an angrenzenden Bereichen des Gebäudes zu vermeiden. Dies ist besonders wichtig, da die häufig unterschätzten Schneelasten die Statik des Dachs beeinträchtigen und gefährliche Personen- und Gebäudeschäden zur Folge haben können.
Die Umsetzung und die Installation einer Schneeschmelze-Anlage erfordert jedoch äußerst sorgfältige Planung und Vorbereitung. Folgende  Schritte und Überlegungen sollten Sie daher in jedem derartigen Vorhaben berücksichtigen. Beginnend mit einer professionellen Beratung durch einen erfahrenen Dachdecker. Dieser kann den Zustand Ihres Dachs beurteilen, den Bedarf für die Anlage ermitteln und die geeignete Lösung empfehlen. Die Analyse berücksichtigt Faktoren wie die Dachneigung, die Art und den Zustand des vorhandenen Dachmaterials sowie lokale Wetterbedingungen. Nicht zuletzt obliegt die Dachstruktur einer gründlichen Überprüfung. Denn diese muss statisch einwandfrei und stark genug sein, um neben der eigentlichen Schneelast auch das zusätzliche Gewicht der Schneeschmelze-Anlage und das Schneegewicht zu tragen. Eine sorgfältige statische Berechnung ist also zwingend erforderlich, um sicherzustellen, dass das Dach stabil bleibt. Bei elektrischen Heizsystemen ist ein ausreichender elektrischer Anschluss erforderlich, welcher den Strombedarf der Anlage problemlos abdecken kann. Ziehen Sie also unbedingt einen Elektriker hinzu und lassen Sie überprüfen, ob die vorhandene elektrische Infrastruktur den Anforderungen der Schneeschmelze-Anlage gerecht wird. Möglicherweise können benötigte Upgrades durchgeführt oder Nachrüstungen vorgenommen werden, sodass die Installation Ihrer Schneeschmelz-Anlage oder Dachflächenheizung ohne Weiteres umsetzbar ist.
Bevor Sie die Installation beginnen, sollten auch die örtlichen Bauvorschriften und Genehmigungen geprüft und beachtet werden. Die Einhaltung dieser Vorschriften ist entscheidend, um rechtliche und kostspielige Probleme zu vermeiden.

 

 

Die fachgerechte Installation

Sind die genannten Voraussetzungen nach professioneller Begutachtung und Planung einmal gewährleistet, ermöglicht dies nicht nur eine sichere und effiziente Installation der Schneeschmelze-Anlage, sondern auch die langfristige Funktionalität und den Schutz Ihres Dachs vor winterlichen Problemen.
Wie auch die bisherigen Vorbereitungen erfordert auch die Installation von Dachflächenheizung und Schneeschmelze-Anlagen Fachkenntnisse und sollte ausschließlich von qualifizierten Dachdeckern und Unternehmen durchgeführt werden. Die Wahl des richtigen Heizsystems und die sorgfältige Planung sind entscheidend, um die Effizienz der Anlage sicherzustellen und langfristige Kosten zu minimieren.

1. Wahl des Heizsystems:
Es stehen verschiedene Arten von Dachflächenheizungen zur Verfügung, darunter elektrische Heizkabel, Warmwasser-Heizungen und Infrarot-Strahler. Die Auswahl hängt von den spezifischen Anforderungen des Dachs und der Dachstruktur ab. Zum Beispiel sind elektrische Heizkabel flexibel und können auf der Oberfläche des Dachs verlegt werden, während Warmwasser-Heizungen Rohre in das Dach integrieren.

2. Installation der Heizelemente:
Die eigentlichen Heizelemente werden entsprechend der ausgewählten Methode installiert. Bei elektrischen Heizkabeln werden diese entweder in den Dachbelag integriert oder auf der Oberfläche des Dachs verlegt. Warmwasser-Heizungen erfordern das Einbetten von Rohren im Dach.

3. Steuerungssysteme:
Jede Schneeschmelze-Anlage wird mit einem Steuerungssystem ausgestattet, das die Temperatur und den Betrieb der Heizelemente regelt. Diese Systeme sind programmierbar und können automatisch aktiviert werden, wenn bestimmte Wetterbedingungen wie Frost oder Schnee erkannt werden.

 

 

Effektiv oder doch überflüssig? Die Vor- und Nachteile

Die Vorteile von Dachflächenheizung und Schneeschmelze-Anlagen liegen auf der Hand:

Sie bieten effektiven Schutz vor den Gefahren von Schnee und Eis. Sie verhindern Schäden am Dach und anderen Teilen des Gebäudes, die durch schwere Schneelasten und Eisbildung verursacht werden können. Sie tragen zur Sicherheit bei, indem sie das Risiko von tonnenschweren Dachlawinen und herabstürzenden Eiszapfen minimieren. Dies schützt also nicht nur Ihr Eigentum, sondern auch Passanten und Fahrzeuge in der Nähe Ihres Gebäudes. Auf lange Sicht sparen sie darüber hinaus auch erhebliche Reparaturkosten.
Moderne Schneeschmelze-Systeme sind mit einer automatisierten Steuerung und intelligenten Bedienungssystemen ausgestattet. Diese können automatisch aktiviert werden, wenn bestimmte Wetterbedingungen wie Frost oder Schnee erkannt werden. Dadurch wird der Energieverbrauch optimiert und die Anlage arbeitet strom- und kosteneffizient.
Apropos Kosten: Zwar ermöglichen die automatisierten Bedienungssysteme eine möglichst kosteneffiziente Nutzung, dennoch resultieren durch die Nutzung von Schneeschmelze-Anlagen und Dachflächenheizungen erhöhte Betriebskosten. Nicht zu vergessen der anfängliche und hohe Kostenaufwand für die Anschaffung und Installation, welcher eindeutig als Nachteil zu sehen gilt.
Darüber hinaus erfordern Anlagen wie diese regelmäßige Wartungsarbeiten, um eine einwandfreie Funktion sicherzustellen. So sollten Inspektionen und gegebenenfalls Reparaturen mindestens einmal jährlich durchgeführt werden, um die Lebensdauer der Anlage zu verlängern und die effiziente Nutzung zu ermöglichen.
Nicht zu vergessen sind die Auswirkungen auf die Umwelt, welche durch den nicht unerheblich höheren Energieverbrauch entstehen, wenn die Energie aus nicht erneuerbaren Quellen stammt.

 

Abwägen und professionell beraten lassen!

Die Entscheidung für den Einbau einer Dachflächenheizung oder Schneeschmelze-Anlage sollte gut durchdacht sein, unter Berücksichtigung der Vor- und Nachteile sowie der individuellen Bedürfnisse und finanziellen Möglichkeiten.
Als professionelles Dachdeckerunternehmen unterstützen wir Sie gerne – Von der Beratung bis hin zur Auswahl und Umsetzung der für Sie passenden Maßnahmen!
Sie erreichen uns über unser Kontaktformular, telefonisch unter 034348 / 51915 sowie per E-Mail an info@bedachungen-koehler.de.

Das Köhler Bedachungen Team steht Ihnen gerne Verfügung!